
01.09.01 Nach Krk sollte es in diesem Herbst wieder gehen. Und wieder mit dem Auto. Start am 1.09.01 um 17:00 Uhr in Hamburg, in der Hoffnung, in der Nacht weniger Staus zu erleben. Kurz vor Soltau wurden wir eines Besseren belehrt. Vollsperrung der A7 in beide Richtungen die ganze Nacht (Wahrscheinlich sollte der Grünstreifen gemäht werden). Danach ohne Probleme bis nach Kroatien.

02.09.01 Ankunft an der Tauchbasis Ausladen der Lieblingssachen an der Basis, Ausfüllen des Anmeldeformulars und schnell zum Appartement. Wer zuerst kommt, kann sich die besten Zimmer aussuchen. Aber leider sind wir zu spät. Das frisch renovierte App. ist gerade weg. Also haben wir das weniger frisch renovierte bezogen. Es ist wie immer im Leben: Mal verliert man, und mal gewinnen die Anderen. Ist ja eh nur zum Schlafen.
03.09.01 Erste Tauchtag Erstmal zur Basis, um die Lieblingssachen auf's Boot zu rödeln. Es ist zum Glück das selbe Boot wie im letzten Jahr (Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier). Die nächsten Tauchtage laufen wie gewohnt. Zwei Tauchgänge und am Abend: Schlachtplatte mit Knoblauch.
07.9.01 Nachttauchgang in Marak Die Lieblingssachen ins Auto geladen und quer über die Insel nach Marak gefahren. Dort kann von Land getaucht und an Land gegrillt werden. Tagsüber hat der Tauchplatz wenig Spektakuläres zu bieten. Die besonderen Reize liegen hier in den Nachttauchgängen mit frei schwimmenden Octopoden, Furchenkrebsen etc..

08.09.01Heute mal einen Tag Pause zur Entsättigung. Das Wetter ist eh nicht so prickelnd (Bora oder Yugo; wer weiß das schon). Wir fahren nach Baska im Süden der Insel. Zwischenstop in Punat. Wir erkundigen uns beim Tauchertreff nach den angefahrenen Tauchplätzen. Es sind leider die selben wie die Tauchbasis in Krk ansteuert (War aber zu erwarten). Die Tauchbasis in Baska fährt scheinbar andere Tauchplätze an. Aber die haben von 12:00 bis 14:00 Uhr Mittagspause. Ein Blick auf die Uhr bestätigt die Weisheit beim Appartementbezug: Es ist 12:20 Uhr. Da es zwischenzeitlich wie aus Eimern schüttet, beschließen wir, die Heimreise anzutreten. Die weiteren Tauchtage laufen wieder wie gehabt.
11.09.01 Der erste Tauchgang sollte etwas tiefer gehen, aber irgendwie hat man uns unser Vorhaben an der Nasenspitze angesehen. Mehrmals wurden wir auf die geltenden Tiefengrenzen hingewiesen. Nach dem Auftauchen kam dann auch der unvermeindliche Blick auf den Tiefenmesser und die bösen Blicke von Antje. Nächsten Tag mußten wir dann auch die 40m hoch und heilig versprechen.

Am 13.09.01 geht's dann wieder Richtung Heimat. Nach einem kurzen Zwischenstop an den Tropfsteinhöhlen in Postonja und dem Duty-Free-Shop zwischen Kroatien und Slowenien ohne Probleme zurück nach Hamburg.
Scapa Flow 2000
Irgendwann hatte ich einen Artikel über Scapa Flow gelesen, entweder in der „Tauchen“ oder in der „Unterwasser“. Die dort versenkten Schiffe sind danach ein Eldorado für Taucher, und da mich die Unterwasserwelt des Atlantik schon immer fasziniert hat, musste ich dort auf jeden Fall mal hin.
Es war klar, dass dies keine Sache für normale Sporttaucher ist, und so schlief das Vorhaben wieder ein. Im Dezember 1997 besuchte Anke Otto ihre Mutter Renate in Hamburg und hat mit uns zwei Tauchgänge in Hemmoor gemacht. Anke lebt seit vielen Jahren in England, ist begeisterte Sporttaucherin und kennt etliche Tauchgründe auf der Insel, unter anderem auch Scapa Flow. Wir haben sie natürlich gefragt und damit war Scapa Flow wieder im Gespräch, ich wollte da hin, die Frage war nur wann, eventuell 2001 fahren einige aus der Gruppe mit, eventuell, müssen wir mal überlegen, wer fährt denn noch mit, o.k. 2001 das kriegen wir hin. Nun wurde die Sache doch tatsächlich ernst und ...... wo genau liegt eigentlich Scapa Flow?
Nun, Scapa Flow ist eine von den Orkneyinseln gebildete Bucht, wenn man so will ein riesiger natürlicher Hafen im Norden Schottlands. Hier wurden am 21. Juni 1919 – eine Woche vor dem Friedensschluß von Versailles – 74 Kriegsschiffe der deutschen Hochseeflotte, also fast 710010 Tonnen, von den eigenen Besatzungen versenkt. Hier hat U-Bootkommandant Prien im 2. Weltkrieg die Royal Oak versenkt. Nur bei der Versenkung der Royal Oak hat es Tote gegeben (mal abgesehen von der spontanen Erschießung acht deutscher Seeleute durch Engländer bei der Versenkung der Flotte) und so ist dieses Schiff zum Grab erklärt worden und für Taucher gesperrt. Im Laufe der Jahre nach 1919 haben die Briten viele der deutschen Kriegsschiffe gehoben und ausgeschlachtet, aber es liegen immer noch einige auf Grund und warten auf uns Taucher. Hinzu kommt, dass im 2. Weltkrieg einige der Zugänge zum Flow mit Schiffen blockiert wurden, um die Gewässer zu schützen und kontrollieren zu können. Man hat zu diesem Zweck alte Schiffe mit Ballast gefüllt und an den entsprechenden Stellen versenkt. Alle diese Schiffe können betaucht werden.

Erste Eindrücke

Unterwegs trafen wir dann rein zufällig Anke, d.h. eigentlich hatte sie uns gefunden. Wir waren in einem Lokal zum Mittagessen und ihr fiel das geparkte Gespann mit dem Kennzeichen „WL-....“ auf. Na, ja Winsen-Luhe ist eben überall. Auf der Fahrt konnten wir dann glücklicherweise doch noch tanken, so daß auch unsere Rückreise gesichert war. Die folgende Überfahrt von Scrabster nach Stromness gestaltete sich problemlos. Um ca. 19.30 Uhr legte die Fähre in Stromness an, und wir hatten das Glück, daß unser Boot am gleichen Anleger gegenüber festgemacht hatte. Der Weg war also optimal kurz und der Transport unseres Gepäcks auf das Boot entsprechend einfach.
Unsere Kabine hatte sieben Kojen, fünf mit einer Länge von ca. 1,80m und zwei längere. Die Kabine war im großen und ganzen unsauber, um genau zu sein ziemlich versifft. Es gab so gut wie keine Unterbringungsmöglichkeit für Kleidung, alles war feucht und eng. Der erste Eindruck war verheerend und wir überlegten uns, eine andere Bleibe zu suchen. Der zweite und dritte Eindruck war immer noch verheerend, aber wir entschlossen uns dann doch zu bleiben und zu Hause alles, aber auch alles gut durchzuwaschen. Die Gemein-schaftstoilette und die zwei Duschen waren eng, aber sonst o.k., bis auf die Tatsache, daß eine der Duschen immer defekt war. Man hatte so das Gefühl, sich in Südeuropa zu befinden, oder in Ägypten, obwohl in Ägypten waren die Zimmer sauberer. Die äußerst laute Pumpe für die Toilette befand sich an der Trennwand meiner Koje zum Maschinenraum, und ich habe darum gebeten, nachts über Bord zu pinkeln; schlafen wollte ich schon noch. Im übrigen war es eh egal, alle Abwasser gingen ungeklärt direkt in die See oder den Hafen. Das Boot entsprach also nicht so ganz unseren Vorstellungen.
Nun aber genug genörgelt, der Skipper war gut und das Tauchen, einfach super!
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Tagebuch |
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(Sonntag, vormittags) 17.09.2000 SMS "Brummer" |
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(Sonntag, nachmittags) 17.09.2000 SMS "Karlsruhe" |
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(Montag, vormittags) 18.09.2000 SMS "König" |
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(Montag, nachmittags) 18.09.2000 Torpedofangschiff "F2" und Schute "YC21" |
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(Dienstag, vormittags) 19.09.2000 SMS "Dresden" |
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(Dienstag, nachmittags) 19.09.2000 Blockschiff (Gobernador) Janusz muß zum Zahnarzt und fällt für diesen Tauchgang aus, anfangs leichte Strömung, haben den Wasserstillstand zwischen den Tiden sehr gut erwischt, Kompliment an den Skipper, sehr gute Sicht, Wracks stark verfallen, großer Hummer |
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(Mittwoch) 20.09.2000 |
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(Donnerstag, vormittags) 21.09.2000 SMS "Köln" |
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(Donnerstag, nachmittags) 21.09.2000 Blockschiff (Tarbarka) |
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(Freitag, vormittag) 22.09.2000 "James Barry" |
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(Freitag, nachmittag) 22.09.2000 Torpedofangschiff "F2" und Schute "YC21" |
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(Samstag, nachmittag) 23.09.2000 Loch Oich |
Rhodos
F.Axel Thiede.